Verlag & Anzeigen

Anzeigen machen Unternehmen sichtbar – was bei einer Buchung bei einem Verlag beachtet werden muss

29/01/2020 Von Hehoton

Zeitungen und Zeitschriften sind voll davon: Anzeigen. Sie machen Unternehmen sichtbar, präsentieren Neuheiten, stellen die aktuellen Preisaktionen vor, bringen Hinweise auf Termine oder sollen das Unternehmensthema publik machen. Anzeigen sind daher für die Unternehmen wichtig. Bei einer Buchung einer Anzeige müssen Unternehmen, aber auch Institutionen, Vereine oder andere werbende Personen, einige Überlegungen anstellen.

Was benötigt ein Verlag bei der Buchung?

Um die Zielgruppe des Unternehmens zu erreichen und die Werbebotschaft optimal zu streuen, muss das geeignete Medium gefunden werden. Eine überregionale Tageszeitung kann einen regionalen Bezug haben, der Streuverlust kann jedoch durch die Überregionalität sehr hoch sein. Ein Spezialmedium, dass sich mit meinem Thema beschäftigt wie beispielsweise ein Motorradmagazin, ist manchmal sehr teuer oder mein Thema wird nicht als Zeitung angeboten. Lokale Medien können wiederum eine Altersgruppe ansprechen, die nicht als Empfänger für die Anzeige gilt. Die Auswahl des richtigen Zeitungstitels und damit des passenden Verlages ist entscheidend. Ist der Zeitungstitel gefunden und der Verlag ausgeforscht, dann muss über die Größe der Anzeige und deren Platzierung entschieden werden. Bei der Größe, so es sich nicht um ein Inserat für die ganze Seite handelt, kann zwischen Quer- und Hochformat gewählt werden. Die Wahl des Formates hängt vom zu bewerbenden Sujet ab. Für die Platzierung muss bei Zeitungen zwischen Wort- und Anzeigenteil optiert werden. Die Sichtbarkeit ist im günstigeren Anzeigenteil geringer. Eine erhöhte Sichtbarkeit und Wahrnehmung erhalten Anzeigen, wenn sie am Titel, auf der ersten Innenseite oder am rückwärtigen Deckblatt positioniert sind. Dafür verlangen Verlage jedoch Aufschläge, die bis zu 50 % des Anzeigenpreises ausmachen können.

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Der Anzeigenpreis ist nicht der Endpreis

Medien geben an Unternehmen einen Nettopreis weiter. Zu den genannten Preisen werden die Aufschläge hinzugerechnet. Neben dem Aufschlag für die Platzierung kann medienabhängig ein Zuschlag für Sonderformate oder Farbe und Schmuckfarbe berechnet werden. Dem Endpreis für die Anzeige werden die länderspezifischen Steuern hinzugerechnet. Neben den unterschiedlich hohen Mehrwertsteuersätzen der Länder wird in Österreich auch eine Werbeabgabe in der Höhe von 5 % des Werbewertes verrechnet. Wenn die Anzeige nicht direkt beim Verlag gebucht wird, sondern über eine Werbeagentur erfolgt, dann kann es auch einen Abzug für die Schaltung geben. Der Grund liegt in den von den Medien an die Agenturen geleisteten Anzeigenprovisionen, die viele Agenturen teilweise an die Unternehmen rückerstatten. Lokale Kleinmedien bieten dafür als Ausgleich bei Direktbuchungen prozentuelle Abschläge von der Werbesumme.

Die Termine müssen eingehalten werden

Ein Verlag handelt mit unterschiedlichen Terminen. Buchungen müssen bis zum Buchungsschluss erfolgen. Die Unterlagen für die Anzeige werden bis zum Druckunterlagenschluss übersendet. Dabei ist zu beachten, dass Anzeigen immer mit einem etwas größeren Überfüller gestaltet werden, damit beim Druck an den Rändern keine Überraschungen passieren. Danach folgt der Termin der Drucklegung, der als letztmöglicher Termin für Änderungen zählt und schließlich der Erscheinungstermin der gebuchten Ausgabe.